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دكتور. أحمد ميلاد كريمي فيلسوف ديني أفغاني ألماني وعالم إسلامي وناشر ومؤلف




وُلِد ونشأ في كابول ، وفر مع أسرته إلى ألمانيا في سن 13 عامًا. من 2000 إلى 2006 درس ميلاد كريمي الفلسفة والدراسات الإسلامية في فرايبورغ. Br. وفي نيودلهي ، الهند. من 2001 إلى 2011 كان كريمي حائزًا على منحة من المؤسسة الأكاديمية الوطنية الألمانية. حصل على الدكتوراه بأطروحة في الفلسفة عن هيجل وهايدغر. منذ الفصل الدراسي الشتوي 2012/2013 ، يعمل كريمي كأستاذ بديل للكلام والفلسفة الإسلامية والتصوف في مركز اللاهوت الإسلامي بجامعة مونستر.


كريمي هو مؤسس مشارك لدارتي نشر ، دار السلام لكتب الأطفال والشباب وناشر كلام للنشر الإسلامي. حملت سيرته الذاتية عنوان "أسامة بن لادن ينام مع السمكة. لماذا أحب أن أكون مسلماً ولماذا يرتبط مارلون براندو بهذا الأمر ". في عام 2009 ، قدم ميلاد كريمي ترجمة جديدة كاملة للقرآن.


مكّنتني وجهات نظر الحوار من إجراء تبادل مكثف مع أشخاص من خلفيات دينية متنوعة ، بالإضافة إلى رؤى ملهمة حول ممارساتهم الدينية. من اللقاءات الشخصية مع المشاركين الآخرين ، نشأ شعور بالتضامن ، والذي استمر إلى ما بعد فترة المشروع. لقد شجعت التجارب الإيجابية في وجهات نظر الحوار اهتمامي كفنانة بالتعامل مع الأسئلة الروحية ، لعرض الأعمال الفنية في السياقات الدينية وبالتالي أن أكون ناشطة في التبادل بين الأديان.


مقابلة بالعربي مع منصة قنطرة الألمانية إنقر الرابط


https://ar.qantara.de/content/حوار-مع-الفيلسوف-وعالم-الدين-أحمد-ميلاد-كريمي-سماحة-الإسلام-ستنتصر-على-قباحة-التطرف



مقالة بالألماني ...إنقر الرابط


https://www.deutschlandfunk.de/milad-karimi-ueber-islamische-spiritualitaet-und-corona-vor.886.de.html?dram:article_id=490156


وهذه مقابلة أخرى ....


Mit Prof. Milad Karimi wird eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die auf unverwechselbare Weise drei Dimensionen in sich vereinigt. Er ist ein origineller philosophisch-theologischer Kopf, ein bekennender Muslim und der Repräsentant einer neuen, jungen Generation von akademisch arbeitenden muslimischen Wissenschaftlern, die erstmals in der Geschichte der deutschen Universität die uralten islamischen Überlieferungen mit der Lebenswelt des 21. Jahrhunderts zu vermitteln haben. Erst 40 Jahre jung, hat Prof. Karimi, 1979 in Kabul geboren, und 1994 mit seiner Familie nach Deutschland gekommen, u.a. in Freiburg Philosophie und Islamwissenschaften studiert und diese seine Studien mit einer Promotion über die deutschen Philosophen Hegel und Heidegger gekrönt: 2012. Seither redet er nicht bloss vom Dialog, sondern lebt ihn, praktiziert ihn und zwar in vielfältigen Formen: den Dialog zwischen Philosophie und Theologie, zwischen Christen und Muslimen und zwischen der islamischen Tradition und der modernen Lebenswelt. Dieser Mann kann ebenso geistreich über die „Dekonstruktion des religiösen Denkens im Islam“ (angekündigt für 2020) schreiben wie über „Osama bin Laden schläft bei den Fischen. Warum ich gerne Muslim bin und wieso Marlon Brando viel damit zu tun hat“ (2013).

Dabei weiss er: Basis jedes Dialogs ist die Ur-Kunde. Grund dafür, dass Karimi 2009 eine eigene, deutschsprachige Koranübersetzung vorgelegt hat, die sich von anderen vor allem unterscheidet durch die Achtsamkeit auf die ästhetisch-poetische Formensprache des koranischen Textes. Karimi gehört zu den Koranforschern, die begriffen haben, dass die koranischen Suren poetisch geformt sind und gar nicht angemessen verstanden werden können, ohne Erschliessung ihrer Bilderwelten, ihrer Klangräume, ihrer Rhythmen und Reime, ihrer diskursiven und dialogischen Struktur. So macht er auch nichtmuslimischen Adressaten bewusst, dass der Koran von seinem Ursprung und Selbstverständnis her weniger ein Lese- als ein Hörerlebnis ist. Laut vor-getragen, rezitiert werden will. Wer das besser verstehen will, lese Karimis schönes Koran-Lesebuch: „Die Blumen des Koran. Die Poesie Gottes“ (2015).

Milad Karimi ist ein vielgefragter und unermüdlich tätiger Vermittler zeitgenössischer islamischer Diskurse nicht nur an wissenschaftliche Spezialisten, sondern an ein allgemeines Publikum, bitter nötig in einem Land wie dem unsrigen, in dem das Bild „des Islam“ auf angst-und aggressionsbesetzte Klischees reduziert ist. Vielfach habe ich es selber erlebt, wie auf diesen Mann alles abgeladen wird, was man in der deutschen Öffentlichkeit von „dem“ Islam hält. Dann kann man ihn erleben, wie er sich der „schrecklichen Vereinfacher“ erwehrt und mit Witz, Charme und guten Argumenten für ein differenziertes Bild des islamischen Glaubens kämpft. So tritt er auch als Partner im islamisch-christlichen Dialog auf. Mit einer unverwechselbaren Mischung aus Selbstbewusstsein und Selbstkritik. Dankbar erinnere ich mich an mehrere gemeinsame Tagungen zum Verhältnis von Bibel und Koran und an die wechselseitige Wertschätzung für das, was wir voneinander haben lernen können. Zum Beispiel dies: „Der Islam kann sich ohne die bleibende Bezogenheit zum Christentum und Judentum kaum selbst verstehen … Der islamische Weg ist von Grund auf ein Weg, der nicht ohne das Christentum und auch nicht ohne das Judentum auskommen kann“. Das macht in Karimis Sicht den Dialog für Muslime nicht nur sinnvoll, sondern geradezu zur „inneren Notwendigkeit“.

Was hält sein Werk zusammen? Wer ihn mit Feuer und Geist seinen islamischen Glauben erklären sieht, spürt sehr rasch: Es ist Gottesleidenschaft., die diesen Mann umtreibt. Leidenschaft im doppelten Sinn des Wortes: Leiden am Missbrauch des Wortes Gott, an der Schändung des Gottesnamens durch politische Instrumentalisierung bis hin zu himmelschreienden Gewaltexzessen. Wie ein vergifteter Strom zieht sich diese blasphemische Schändung durch die Geschichte der Religionen und erzeugt tagtäglich neue Schreckensmeldungen. Karimi kennt das alles und er leidet darunter wie ungezählte glaubende Menschen überall auf der Welt, die mit ansehen müssen, welch Schindluder mit „ihrer“ Religion getrieben wird. Aber zugleich ergreift diesen Mann in der Tradition islamischer Mystik auch die Liebe zu Gott in der Schönheit seiner Schöpfung und seiner Selbstoffenbarung in der Formensprache des Koran. Durch sein Werk und besser noch: durch persönliche Begegnungen lernt man ihn kennen: als intellektuellen Mystiker und mystischen Intellektuellen, der die Gottesliebe mit der Kälte philosophischer Rationalität zu verbinden versteht. Ein Dialektiker von hohen Graden, der Sprachkritik um der Unverfügbarkeit Gottes willen treibt. Man lese sein Buch „Warum es Gott nicht gibt und der doch ist“ (2018) und man wird verstehen: Er ist ein scharfer Religionskritiker, weil er die Unerschöpflichkeit von Gottes Wort gegen alle fundamentalistischen Versuchungen gewahrt wissen will, entsprechend dem Koranwort: „Wäre alles, was auf der Erde an Bäumen, Schreibrohre und wenn das Meer, nachdem es erschöpft, noch sieben weitere Meere dazubekäme, würden nicht die Worte meines Herrn zu Ende gehen. Wahrlich, Gott ist der unübertrefflich Erhabene. Der Weise“ (Sure 31, 27). In der Tat: „In jedem Klang des Koran“, kann man bei Karimi lesen, „ist Gott gegenwärtig, das Unbegreifliche.“

In diesem Geist dürfen wir noch viel von diesem „jungen Mann“ erwarten – inshallah selbstverständlich. Der heute auch an Milad Karimi verliehene Dialogpreis ist hochverdiente Anerkennung des Bisherigen und Ansporn für Künftiges zugleich. Auch ich gratuliere.

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Vorsitzender des Kuratoriums der Gesellschaft Freunde Abrahams, Präsident der Int. Hermann Hesse Gesellschaft und Mitglied im Stiftungsrat zur Vergabe des jährlichen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (Laudatio: Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi)